Geschichte Feuerwehr Hasloch
Kommandanten
- Phillipp Sattig (1873-1894)
- Heinrich Sattig (1894-1928)
- Philipp Sattig (1928-1938)
- Andreas Klein (1938-1939)
- Georg Schönlein (1939-1943)
- Hans Behringer (1943-1945)
- Konrad Fertig (1945-1956)
- Anton Zöller (1956-1963)
- Karl Dressler (1963-1967)
- Anton Zöller (1967-1980)
- Gerhard Rüster (1980-1990)
- Udo Stöhr (1990-1999)
- Karl-Heinz Schöffer (1999-2011)
- Marcel Arburt (2011-2017)
- Clemens Fiederling (2017 – Aktuell)


Unser Anfang
Am 22. Januar 1873 erfolgte die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hasloch. Grundlage war der Beschluss des Königlich Bayerischen Bezirksamtes vom 18. Januar 1873, Aktenzeichen Nr. 1544.
Auf Basis dieser behördlichen Anordnung wurde die Feuerwehr durch Philipp Sattig und Georg Michael Ott organisatorisch ins Leben gerufen. Entsprechende Hinweise hierzu finden sich in den Gemeindeakten.
Am 6. August 1873 erhielt die junge Wehr ein bedeutendes Sachgeschenk:
Die Münchener-Aachener Feuerversicherung stellte der Feuerwehr zur Gründung eine Handdruckspritze zur Verfügung, die von zwei Feuerwehrmännern bedient werden musste. Diese Spritze ist bis heute erhalten und kann noch besichtigt werden.
Aufgrund der Unterbringung dieser Gerätschaft war es erforderlich, den Spritzenraum auf Kosten des bestehenden Wachraums zu erweitern.

Mitgliederentwicklung
und erste Ausstattung
Bereits drei Jahre nach der Gründung, am 7. Februar 1876, zählte die Freiwillige Feuerwehr 49 Mitglieder. Zur Deckung der anfallenden Ausstattungskosten bewilligte die Gemeinde eine für die damalige Zeit erhebliche Summe von 385 Mark (heute etwa 10.000€).
Mit dem weiteren Anwachsen der Mannschaftsstärke sowie dem technischen Fortschritt wurde im Jahr 1896 eine Saug- und Druckpumpe angeschafft. Die Kosten in Höhe von 1.400 Mark (etwa 50.000€) wurden von der Gemeinde getragen.
Diese Saug- und Druckpumpe ist ebenso wie die im Jahr 1912 beschaffte mechanische Leiter bis heute erhalten und kann im Feuerwehrgerätehaus besichtigt werden.



Motorisierung und
Aufstieg zur Stützpunktwehr
Während der Zeit der Inflation beging die Feuerwehr im Jahr 1923 ihr fünfzigjähriges Stiftungsfest.
Mit den steigenden Anforderungen an den Feuerwehrdienst und der fortschreitenden Motorisierung entschloss sich die Wehr in den Jahren 1939/1940, unter dem damaligen Kommandanten Georg Schönlein, zur Anschaffung der ersten Motorspritze.
Durch den Einsatz dieser Motorspritze im örtlichen und überörtlichen Bereich gewann die Feuerwehr zunehmend an Bedeutung. Infolge von Einsatzbereitschaft, Ausbildungsstand und verkürzten Einsatzzeiten entwickelte sich die Wehr in dieser Zeit zu einer Stützpunktwehr.
Da die alte Wache im alten Rathaus wurde, hat die Gemeinde im Jahre 1960 ein neues Gebäude errichtet und überreicht. Damals im Obergeschoss der Kindergarten, im Untergeschoss die Feuerwehr.
Im Jahr 1967 wurde im Rahmen weiterer Modernisierungsmaßnahmen ein TSF 8 auf Ford Transit beschafft. Dieses Fahrzeug bewährte sich in den folgenden Jahren mehrfach bei Einsätzen.

Erweiterung der Einsatzmittel
Im Zuge der Entwicklung der Feuerwehr zur Stützpunktwehr am Untermain stellte der Landkreis Marktheidenfeld der Feuerwehr einen Ölschadensanhänger (ÖSA) zur Verfügung.
Durch Eigenleistungen der Feuerwehr wurde im Jahr 1969 ein ausrangierter Opel Blitz kostengünstig erworben und zu einem Mannschaftswagen umgebaut. Dieses Fahrzeug diente zugleich als Zugfahrzeug für den Ölschadensanhänger.

Gründung der Feuerwehrkapelle
Die Tätigkeit der Feuerwehr beschränkte sich nicht ausschließlich auf den Brandschutz und technische Hilfeleistungen. Zehn Jahre nach dem Bau der Kinderschule und des Feuerwehrgerätehauses entschlossen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 1971, zur Förderung des kulturellen Lebens eine Feuerwehrkapelle zu gründen.
Unter der Leitung des Dirigenten Stabsfeldwebel a. D. Alwin Schiering und auf der Grundlage von vier langjährig erfahrenen Musikern entwickelte sich in kurzer Zeit ein Musikzug, der auch über die Gemeindegrenzen hinaus wahrgenommen wurde.



Erweiterung der Einsatzmittel
Im Jahr 1973, 100 Jahre nach der Gründung der Feuerwehr, erfolgte durch den Umbau eines Ford-Fahrzeugs die Indienststellung eines weiteren TSF 8. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Feuerwehr über zwei Einsatzfahrzeuge, einen Mannschaftswagen sowie einen Ölschadensanhänger, womit eine zeitgemäße Einsatzbereitschaft sichergestellt war.
Parallel zur technischen Weiterentwicklung und wurde die Ausbildung der Feuerwehrangehörigen kontinuierlich ausgebaut und intensiviert.
Im Jahre 1982 wurde das LF8 feierlich übergeben, das bis heute erhalten geblieben ist.
